19:30 Uhr – Barbetrieb
20:00 Uhr – Konzert
30.- / 25.-

XIAOMING WANG (Violine), GUILLERMO PASTRANA (Violoncello) & PAOLA DE PIANTE VICIN (Klavier)

spielen Beethoven & Dvořák

PROGRAMM

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“
– Allegro vivace e con brio
– Largo assai ed espressivo
– Presto

Antonín Dvořák (1841-1904)
Klaviertrio No. 4 e-Moll, op. 90 „Dumky“
1. Lento maestoso – Allegro quasi doppio movimento
2. Poco Adagio – Vivace non troppo
3. Andante – Vivace non troppo
4. Andante moderato – Allegretto scherzando – Meno mosso
5. Allegro
6. Lento maestoso – Vivace

Im Zentrum des Programms stehen zwei der populärsten Klaviertrios von Beethoven und Dvorak. Schon zur Zeit seiner Entstehung inspirierte das berühmte „Geistertrio“ von Beethoven die aufmerksamen Zuhörer zu fantasievollen und begeisterten Beschreibungen: E.T.A. Hoffmann beschrieb den ersten Satz als „frohes, stolzes Bewusstsein eigener Kraft und Fülle. Der vorherrschende Gedanke prägt sich dem Zuhörer fest und bestimmt ein, und dieser verliert ihn in den wunderlichsten Krümmungen und Endungen, wie einen silberhellen Strom, nicht mehr aus dem Auge.“ Auf den bekannten Beethoven-Schüler Carl Czerny (ja, der mit den Fingerübungen!) ist der Name des Trios zurückzuführen: „Der Charakter des sehr langsam vorzutragenden Largo ist geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt. Nicht unpassend könnte man sich dabei die erste Erscheinung des Geist’s im Hamlet denken“. Im Finale schliesslich wird diese düstere Stimmung verdrängt, „wie der Sturmwind die Wolken verjagt“ (Hoffmann).

Im Dumky-Trio verwendet Dvorak nicht die klassische viersätzige Form, sondern reiht sechs Dumky zu einem abwechslungsreichen Kaleidoskop der Gefühle und Farben. Die Dumka ist ein ursprünglich aus der Ukraine stammender Tanz, sein Merkmal ist der zweimalige Wechsel zwischen langsam-schwermütigen und schnell-ausgelassenen Charakteren – man könnte das Trio also auch „Ukrainische Tänze“ nennen. Dank den vielfältigen melodischen Einfällen und den mitreissenden Tanz-Episoden ist das Dumky-Trio zu einem der beliebtesten Kammermusikwerke Dvoraks geworden.